Dat Hohn kütt! |

"Jeckes Huhn" aus Überzeugung: Bertamaria Reetz mit einem Teil der Ausstellung.
KÖLN - „Schantall“ ist das größte, schönste und jeckste Huhn von Köln. Aber wer ist Schantall? In den Köln-Arcaden stehen immerhin fast 250 bunt bemalte Hühner in allen Größen herum und warten auf die Entscheidung. Es sind die Kunden, die mit Stimmkarten das schönste Huhn küren können. Diesen Samstag, 25. Oktober, um 14 Uhr wird die Entscheidung bei einer bunten Veranstaltung mit Musik von „Blom un Blömcher“ und vielen Aktionen bekanntgegeben.
„Die jecken Höhner von Kölle“ sind ein Projekt von Bertamaria Reetz und Rainer Bonk, der die Figuren auch entworfen hat. Das Konzept der beiden Künstler: Firmen, Privatleute und Initiativen erwerben unbearbeitete, weiße Hühnerfiguren, die zwischen 1,10 Meter und 2,80 Meter groß sind. Diese werden bemalt und für einen guten Zweck versteigert. Anderthalb Jahre lang nutzten Firmen, Vereine, Künstler und andere Kölner die Gelegenheit, die Hühner nach Lust und Laune zu bemalen. Heraus kam „Federvieh“ in Karnevals- und Johanniter-Uniform, mit Brathähnchen oder Spiegeleiern auf dem Federkleid, mit Firmenlogos oder abstrakten Farbgestaltungen. Besonders liebevoll wurden die kleineren Figuren von Schulen und Kindergärten bemalt. Über Erlöse aus dieser Aktion konnten sich jetzt Karl-Heinz Goßmann, Geschäftsführer von „wir helfen“, und Hubert Tintelott, Generalsekretär des Internationalen Kolpingwerkes, freuen. Die je 20 000 Euro fließen bei „wir helfen“ in die heute beginnende Aktion mit dem neuen Thema Kinderarmut, das Kolpingwerk will das Geld für sein „Projekt Blumenberg“ verwenden, bei dem rund 150 Kinder in dem sozial problematischen Stadtteil nach der Schule umfassend betreut werden. Mit der Wahl des schönsten Huhns geht die Aktion in Köln zu Ende. Die Initiatoren wollen sie jedoch auf Landesebene fortsetzen. Nach wie vor können jedoch auch Kölner die Hühner-Rohlinge erwerben und sich damit für einen guten Zweck engagieren.
Wir machen mit!
